Im Mittelpunkt der Forschung


Die CRS führt im Auftrag zahlreicher Hersteller von Medikamenten und Medizinprodukten klinische Studien (Phase I bis IV) durch. Für die folgenden Bereiche ist dabei besondere Expertise entstanden: 

PCOS

PCO-Syndrom - Gemeinsam für eine bessere Therapie!

Manchmal kommt eins zum anderen: Wenn in der Medizin charakteristische Krankheitszeichen zusammentreffen, nennt man dies ein Syndrom. Kennen Sie den Begriff PCO-Syndrom, also das Syndrom der polyzystischen Ovarien? Bei diesem treffen folgende Symptome zusammen:

  • Zyklusstörungen und/oder
  • vermehrt männliche Geschlechtshormone im Blut und/oder
  • Veränderungen an den Eierstöcken

Zyklusstörungen bedeuten hierbei, dass Eisprung und Periodenblutung sehr selten auftreten, also deutlich seltener als einmal pro Monat. Möglicherweise bleibt die Blutung ganz aus.

Vermehrt männliche Geschlechtshormone im Blut (=Hyperandrogenämie) können dazu führen, dass Stoppeln an Kinn und Oberlippe wachsen, dass Intimbehaarung an Oberschenkeln und in Richtung Bauchnabel wächst, es kann zu Haarausfall (Geheimratsecken) und Akne kommen.

Veränderungen an den Eierstöcken erkennt man typischerweise während einer Ultraschall-Untersuchung: Es finden sich zahlreiche Eibläschen im Eierstock, die von einer Art Kapsel umschlossen sind. Selten jedoch reift eines dieser Eibläschen zu einer befruchtungsfähigen Eizelle heran. Dieses typische Ultraschall-Bild der Eierstöcke (=Ovarien) mit zahlreichen, aber nicht sprungbereiten Eibläschen (=polyzystisch) hat dem Syndrom seinen Namen gegeben.

Viele Frauen sind von PCOS betroffen, in Europa sind es ca. 6-10%1 der Frauen im gebärfähigen Alter, womit es die häufigste hormonelle Störung bei Frauen vor den Wechseljahren ist.

Wenn aufgrund der Eierstock-Veränderungen kaum eine Eizelle den Eierstock verlässt, kann keine Befruchtung stattfinden. Somit bleibt ein Kinderwunsch oft unerfüllt. Die hormonellen Störungen verstärken sich gegenseitig und können - im wahrsten Sinne des Wortes - schwerwiegende Konsequenzen haben: Das PCO-Syndrom kann zu Übergewicht, zu Vorstufen der Zuckerkrankheit Diabetes und in der Folge zu einem manifesten Diabetes führen. Weiterhin bringt die Erkrankung ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Gefäßverkalkungen mit sich. Und: Ein PCO-Syndrom geht nicht nur mit körperlichen Erkrankungen und Risiken einher, sondern oft auch mit massiven Einschränkungen der individuellen Lebensqualität.

Mit den derzeit genutzten Medikamenten ist eine Linderung der Symptome, jedoch keine Heilung möglich. Wenn kein Kinderwunsch besteht, kann die Einnahme von Ovulationshemmern („Pille") helfen, den gestörten Hormonhaushalt zu regulieren. Allerdings können alle aktuellen Standardtherapien Nebenwirkungen wie Kopf- und Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen mit sich bringen, die „Pille“ sogar Risiken wie Thrombosen (=Blutgerinnselbildung), welche Lungenembolien oder einen Schlaganfall verursachen können.

Neue Therapiekonzepte für das PCO-Syndrom sind in der Entwicklung. Die Erprobung neuer Medikamente im Rahmen klinischer Studien ist unentbehrliche Grundlage für den medizinischen Fortschritt. 

1 Bozdag G, Mumusoglu S, Zengin D, Karabulut E, Yildiz BO. The prevalence and phenotypic features of polycystic ovary syndrome: a systematic review and meta-analysis. Hum Reprod. 2016 Dec;31(12):2841-2855. doi: 10.1093/humrep/dew218. Epub 2016 Sep 22. PMID: 27664216

Diabetes mellitus Typ 2

Der Diabetes mellitus Typ  II ist  eine chronische Stoffwechselkrankheit, die zu erhöhten Blutzuckerspiegeln führt und  mit zu den wichtigsten Volkskrankheiten zählt. In Deutschland leiden rund sieben Millionen Menschen an der Zuckerkrankheit. Etwa 90 % der Diabetiker sind Typ-2-Diabetiker. Bei dieser Form der Zuckerkrankheit sind in erster Linie ältere Menschen betroffen, weshalb man früher  auch von "Alterszucker" gesprochen hat. Zunehmend erkranken aber auch schon 30- bis 40-Jährige an Typ-2-Diabetes und selbst bei Kindern und Jugendlichen stellen Ärzte die Krankheit immer häufiger fest.
Begünstigt wird die Erkrankung vor allem durch Übergewicht und Bewegungsmangel, wobei auch genetische Faktoren eine Rolle spielen.

Stark erhöhte Blutzuckerwerte können zu akuten Stoffwechselentgleisungen führen bis hin zu lebensbedrohlichen Zuständen. Unbehandelt führt die Zuckererkrankung langfristig zu Schädigungen der Blutgefäße und der Nerven, was zu Folgekrankheiten wie bespielweise Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenschwäche, Netzhautschäden und Wundheilungsstörungen führt. Die Behandlung der Zuckerkrankheit zielt im Wesentlichen darauf ab, den Blutzuckerspiegel innerhalb normaler Werte zu halten um die genannten Spätschäden zu verhindern bzw. hinauszuzögern.


Forschung

Die Entstehung und Behandlung eines Typ II Diabetes ist Gegenstand vieler Forschungsprojekte. Gesichert ist, dass der Blutzucker im menschlichen Körper durch eine Vielzahl von Regelkreisen gesteuert wird, wobei dem Hormon Insulin eine zentrale Rolle zukommt. Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet und schleust den Zucker aus dem Blut in die Körperzellen. Bei dem Typ-2-Diabetes steht zunächst kein Mangel an Insulin im Vordergrund im Gegensatz zum Typ I Diabetes. Vielmehr entwickeln die Körperzellen eine Unempfindlichkeit gegen Insulin, so dass sie immer weniger auf Insulin ansprechen. Durch diese Insulinresistenz wird der Zucker nicht mehr in die Zellen geschleust,  infolgedessen der Blutzuckerspiegel steigt. Diese Entwicklung wird durch Übergewicht begünstigt, da Fettgewebe, insbesondere das Fettgewebe am Bauch, Botenstoffe ausschüttet, die eine Insulinresistenz fördern. Ein zusätzlicher Bewegungsmangel verstärkt vor allem bei Muskelzellen die Insulinresistenz.
Der Körper versucht zunächst die Insulinresistenz zu kompensieren, indem er mehr Insulin ausschüttet, weshalb in einem frühen Stadium des Diabetes der Insulinspiegel im Blut erhöht ist. Irgendwann erschöpft die Insulinproduktion, der Insulinspiegel sinkt und der Blutzuckerspiegel steigt bis typische Krankheitssymptome eines Diabetes mellitus sichtbar werden.

Durch eine gesunde Lebensführung, Gewichtreduktion, ausreichende Bewegung und speziellen Diäten kann die Erkrankung im Frühstadium meistens gut unter Kontrolle gehalten werden. In fortgeschrittenen Stadien ist die Einnahme von Medikamenten oft unumgänglich, bis hin zur Gabe von Insulinspritzen. Die CRS ist mit der Durchführung von klinischen Studien aktiv an der Entwicklung neuer Diabetesmedikamente beteiligt. In solchen Studien wird die Verträglichkeit, Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten an Patienten oder gesunden Probanden geprüft. Je nach Studiendesign beinhalten diese Studien ambulante Besuche und/oder einen stationären Aufenthalt in einer unserer Kliniken. Die Aufwandsentschädigung der Teilnehmer orientiert sich an den Aufwendungen und der Dauer der Studie.


Diagnostik

Ein Typ-2-Diabetes kann über viele Jahre unentdeckt bleiben. Nicht selten wird die Krankheit erst dann festgestellt, wenn bereits Spätfolgen wie z.B. ein Herzinfarkt oder Schlaganfall aufgetreten sind.
Steigt der Blutzuckerspiegel über eine bestimmte Grenze, wird Zucker mit dem Urin ausgeschieden, wobei gleichzeitig viel Flüssigkeit über den Urin verloren geht. Dieses äußert sich durch häufiges Wasserlassen, Schwächegefühl, Durst und trockene Haut. Andere Symptome sind häufig Infektionskrankheiten wie z.B. Blasenentzündungen, Fußpilz, aber auch Erkältungen oder Grippeerkrankungen. Auch Wundheilungsstörungen können auf einen Diabetes mellitus hinweisen. Wer eines oder mehrere dieser Symptome an sich feststellt, sollte unbedingt seinen Blutzucker vom Hausarzt überprüfen lassen.
Der Hausarzt kann mit Hilfe eines einfachen Blut- und Urintest feststellen, ob ein Verdacht auf eine Diabetes mellitus Typ II Erkrankung besteht. Dabei gibt es verschiedene Grenzwerte, bei denen die Zuckerkrankheit als erwiesen gilt, z.B. bei einem Nüchternblutzucker von größer 126 mg/dl (7,0 mmol/l) oder einem Blutzuckerwert von über 200 mg/dl (11,1 mmol/l) zu einem beliebigen Zeitpunkt. Nüchternblutzucker zwischen 100 und 125 mg/dl können auf  eine Vorstufe des Diabetes hinweisen. In diesen Fällen wird ein Zuckerbelastungstest (oraler Glukosetoleranztest) durchgeführt. Dabei wird eine Lösung mit 75 Gramm Glukose zum Trinken verabreicht. Ist der Blutzucker nach zwei Stunden auf über 200 mg/dl (11,1 mmol/l) gestiegen, so gilt der Diabetes als erwiesen. Die Bestimmung des Langzeitblutzuckerwerts HbA1c kann die Diagnose unterstützen und den langfristigen Therapieerfolg überwachen.


Therapie

Im Frühstadium des Diabetes mellitus kann der Blutzucker häufig allein durch Gewichtsabnahme sowie angepasster Essenzufuhr und ausreichende Bewegung  gut kontrolliert werden.
Eine eventuell später notwendig werdende medikamentöse Therapie zielt hauptsächlich darauf ab, die Insulinempfindlichkeit der Zellen zu erhöhen und/oder die Ausscheidung von Insulin aus der Bauchspeicheldrüse zu steigern. Heute gibt eine Vielzahl von Medikamenten, die an unterschiedlichen Orten der Blutzuckerregelung wirken und häufig in Kombination eingesetzt werden. Metformin gilt als das Standardmedikament bei Diabetes und verbessert die Insulinempfindlichkeit sowie die Glukoseaufnahme im Muskel- und Fettgewebe. Dagegen regen Sulfonylharnstoffe die Insulinfreisetzung aus der Bauchspeicheldrüse an. Sie können nur wirken, wenn die Bauchspeicheldrüse noch Insulin produziert. Wegen des Risikos von Unterzuckerung ist eine regelmäßige Blutzuckerkontrolle sowie eine geregelte Nahrungsaufnahme bei der Einnahme von blutzuckersenkenden Medikamenten unerlässlich.
Um Folgekrankheiten zu vermeiden, sollte möglichst rasch nach der Diagnose der Blutzucker optimal eingestellt werden. Regelmäßige Kontrollen des HbA1c-Werts nach drei bis sechs Monaten entscheiden, ob die eine Therapie ausreichend ist oder weiter intensiviert werden muss.
Liegt der HbA1c nach drei bis sechs Monaten weiterhin über 6,5 Prozent – aber unter 7,5 Prozent – ist eine Kombinationsbehandlung aus zwei Diabetesmedikamenten anzuraten. Liegt der HbA1c trotz medikamentöser Therapie über 7,5 Prozent, sollte der Patient zusätzlich Insulin spritzen.


© Dr. med. I. Meyer

Endometriose

ENDOMETRIOSE - Gemeinsam für eine bessere Therapie!

Eine häufige, und trotzdem fast unbekannte Erkrankung: Endometriose kann Frauen das Leben schwer machen. Die Erkrankung wird oft übersehen, weil sie nicht leicht zu diagnostizieren ist. Eine Endometriose kann eine Vielzahl von Symptomen verursachen, typisch aber sind folgende Schmerzen und Beschwerden:

  • Unterleibsschmerzen, vor allem in der zweiten Zyklushälfte
  • zyklisch auftretende Rücken- / Beckenschmerzen
  • Schmerzen bei der Periodenblutung
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

Diese Symptome entstehen dadurch, dass Gebärmutterschleimhaut (=Endometrium) auch an Stellen im Körper wächst, die dafür nicht vorgesehen sind. Im Normalfall kleidet die Gebärmutterschleimhaut die Gebärmutterhöhle aus, wächst heran und bietet einer befruchteten Eizelle jeden Monat aufs Neue ideale Bedingungen zur Einnistung. Wird die Eizelle nicht befruchtet, so wird die Schleimhaut abgestoßen, und die Regelblutung beginnt. Wenn sich Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutterhöhle und somit an falschen Stellen ansiedelt, verändert sie sich ebenfalls unter dem Einfluss der weiblichen Geschlechtshormone, will wachsen und abbluten. Dies verursacht Entzündungen und Schmerzen im Körper, die in verschiedene Regionen ausstrahlen können. Dass die Beschwerden zyklusabhängig stärker und schwächer werden, ist typisch für die Erkrankung Endometriose. Der Schmerz-Höhepunkt liegt meist ein bis drei Tage vor dem Einsetzen der Periodenblutung. Allerdings können die Schmerzen auch zyklusunabhängig und/oder dauerhaft auftreten.

Eine Endometriose kann neben massiven Schmerzen andere weitreichende Folgen haben: Sie kann durch Schädigungen der Eileiter und Eierstöcke zu Unfruchtbarkeit führen.

Zur Entstehung einer Endometriose gibt es verschiedene Theorien, bisher wurde jedoch keine abschließende Erklärung gefunden.

Wenn der Verdacht auf eine Endometriose besteht, verordnet die/der behandelnde Ärztin/Arzt – je nach Lebenssituation - eine Hormon- oder Schmerztherapie, um die Schmerzen zu lindern. Hormonelle Therapien erzeugen meist einen vorübergehenden Zustand wie in den Wechseljahren mit Symptomen wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Libidoverlust oder Knochenschwund (Osteoporose). Um eine Endometriose eindeutig festzustellen, wird eine Bauchspiegelung durchgeführt. Während dieses operativen Eingriffs können Endometrioseherde aus dem Bauchraum entfernt oder zerstört werden. Mit den aktuellen Standardtherapien ist eine Linderung der Symptome, jedoch keine Heilung möglich.

Leider wird die Erkrankung häufig erst sehr spät diagnostiziert, was zu einem langen Leidensweg bei den Betroffenen führt. Endometriose-Patientinnen fühlen sich häufig unverstanden und mit der schmerzhaften Erkrankung allein gelassen.

Die Erforschung neuer Medikamente und neuer Therapie-Ansätze stellt für viele Patientinnen eine große Hoffnung auf Heilung oder Linderung von Endometriose-bedingten Beschwerden dar. Neue Therapiekonzepte für die Endometriose sind in der Entwicklung.

Herzinsuffizienz

Die Herzinsuffizienz ist Ausdruck einer organischen Herzerkrankung, bei der das Herz nicht mehr in der Lage ist, den Organismus ausreichend mit Blut zu versorgen. Es gibt die „systolische“ Form der Herzinsuffizienz, die durch eine eingeschränkte Pumpfunktion des Herzens gekennzeichnet ist, es gibt aber auch eine sog. „diastolische“ Form, die sich dadurch auszeichnet, dass das Herz bei noch erhaltener Pumpfunktion durch bestimmte Erkrankungen die Fähigkeit verliert, sich auszudehnen und damit das zum Herzen aus dem Körper und aus der Lunge zurückfließende Blut aufzunehmen.
Eine Herzinsuffizienz entwickelt sich oft chronisch und schleichend über Monate bis Jahre, aber auch eine akute Entwicklung über Stunden und Tage ist möglich.
Herzinsuffizienz ist häufig. Man schätzt, dass in Europa ca. 10 Mio. Menschen entsprechende Beschwerden haben, weitere 10 Mio. weisen bereits eine noch asymptomatische Pumpschwäche des Herzens auf, d.h. die Betroffenen haben trotz nachweisbarer Herzerkrankung (noch) keine Beschwerden. Es liegt auch eine deutliche Altersabhängigkeit der Erkrankung vor, bis zum 55. Lj. ist ca. 1% der Bevölkerung betroffen, der Anteil steigt bei über 80 jährigen Menschen auf ca. 10%. 

 

Ursachen
Ursächliche Erkrankungen sind u.a. Durchblutungsstörungen des Herzmuskels, chronische Bluthochdruckerkrankungen, eigenständige Herzmuskelerkrankungen oder Herzklappenfehler. Akut kann sich eine Herzinsuffizienz z.B. durch einen Herzinfarkt, durch eine Herzmuskelentzündung oder durch Herzrhythmusstörungen entwickeln.

 

Symptome
Im Vordergrund stehende Beschwerden der betroffenen Patienten sind eine reduzierte körperliche Belastbarkeit, eine Luftnot, die zunächst unter Belastung auftritt, später auch in Ruhe vorhanden sein kann und eine Gewichtszunahme durch Wassereinlagerungen.

 

Diagnose
Wertvolle Untersuchungsmethoden zur Sicherung der Diagnose sind die Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie), einige radiologische Untersuchungen und seit einiger Zeit auch bestimmte Blutuntersuchungen.

 

Verlauf und Prognose
Es handelt sich um eine gefährliche, zumeist progredient verlaufende Erkrankung. Bis zu 50% der Erkrankten, die wegen einer Herzinsuffizienz im Krankenhaus behandelt werden mußten, versterben oder müssen innerhalb eines Jahres erneut stationär behandelt werden. Bei schwerer Herzinsuffizienz ist die Sterblichkeit mit bis zu 50% im Jahr vergleichbar mit einer fortgeschrittenen Tumorerkrankung. Die Erkrankung hat – insbesondere unbehandelt – eine sehr schlechte Prognose.

 

Behandlung
Es sollten alle präventiven Anstrengungen unternommen werden, damit sich keine zur Herzinsuffizienz führende Herzerkrankung entwickelt. Dazu gehören u.a. Lebensstilmaßnahmen, die verhindern, dass sich eine Koronarerkrankung ausbildet und eine konsequente Behandlung einer Bluthochdruckerkrankung. Ansonsten sollten alle behandelbaren Ursachen durch entsprechende Behandlung (z.B. Bypass-Operation, Herzklappenersatz, Therapie von Herzrhythmusstörungen) beseitigt werden. In den letzten Jahren konnten bei speziellen Herzerkrankungen durch besondere Schrittmacher beeindruckende Erfolge erzielt werden. Man hat in den letzten Jahren auch gelernt, dass regelmäßige körperliche Bewegung die Erkrankung günstig beeinflusst.
Ansonsten bleibt die medikamentöse Therapie, wobei es insbesondere für die systolische Herzinsuffizienz gesicherte Behandlungsstrategien (z.B. sog. ACE-Hemmer, bestimmte Betablocker, sog. Mineralkorticoid-Antagonisten) gibt, die auch eine Prognoseverbesserung bewirken.
Ziel der zukünftigen Entwicklung muss es sein, zusätzliche Medikamente zu finden, die neben der Beeinflussung der Beschwerden und Symptome auch zu einer weiteren, möglichst ausgeprägten Prognoseverbesserung führen, d.h. das Leben der erkrankten Patienten deutlich verlängern können.
(Daran arbeitet CRS mit, indem wir u.a. klinische Studien für die pharmazeutische Industrie durchführen und dabei neue Substanzen testen, die für die o.g. Zielsetzung entwickelt werden.)


@ Dr. med. K. Shemeitat